Damit Menschen wieder Hoffnung Haben: Uganda-Hilfe Königsbronn-Oberkochen

Aktuelle Berichte und Termine siehe auch: Internetseite der Gemeinde Königsbronn
Download: Jahresbrief 2019-2020

Uganda-Hilfe | Königsbronn-Oberkochen

Seegartenhof 1
89551 Königsbronn

Vorsitzende:
Frau Helene Dingler
Telefon: 07328 6367

Über uns

Die Uganda-Hilfe Königsbronn ist ein ökumenisches Team um Helene Dingler, angegliedert an die Kath. Kirchen­gemeinde Königsbronn, die auch die Spendenquittungen für finanzielle Hilfe ausstellt. Seit über 23 Jahren werden in Nord-Uganda Missionsstationen und Hospitäler der Comboni-Missionare sowie seit Kriegsende 2007 verschiedene Health-Center von Schwestern und die große Handwerker­schule in Gulu unterstützt.
 
Die Hilfe begann 1996, als Helene Dingler Comboni-Missionar Pater Josef Gerner bei einem Dia-Vortrag kurz vor seiner Ausreise ins Kriegsgebiet nach Uganda kennenlernte. Sie begann mit Floristikverkäufen auf Bauernmärkten und später, als sich ein Team um Frau Dingler bildete, kamen andere Aktionen wie Dia-Vorträge, Tombolas, Schulveranstaltungen usw. zur Geldbe­schaffung dazu, auch ein Spenderkreis wurde aufgebaut.
    
Von der Uganda-Hilfe wird das St. Josephs Hospital mit guten Verbandsstoffen und medizinischem Bedarf unterstützt, ebenso wird z.Zt. der Bau der neuen Schwestern- und Hebammenschule mitfinanziert. Außerdem eine Krankenstation mit Entbindungsheim in Bweyale, wo vor allem sozial Schwache und Flüchtlinge aus dem Kongo von Sr. Hellen Akumu und ihren Mitarabeitern versorgt werden.

Auch eine Mädchenschule, die St. Theresia Girlsschule in Kalongo von Sr. Josefine Akera mit 900 Schülern, von denen 260 Waisen und Halbwaisen sind, wird von der Uganda-Hilfe unterstützt.
  
Ein besonderes Anliegen ist die große Handwerkerschule in Gulu (Leiter Comboni-Missionar Br. Konrad Tremmel), in der ca. 300 Lehrlinge in fünf Berufen eine dreijährige Ausbildung machen. Sie alle haben hinterher die Möglichkeit einer besseren Zukunft für sich und ihre Familien. Mit finanzieller Unterstützung können Kleinwerkstätten gegründet werden.
 
Ehemalige Kindersoldaten, Waisen und Azubis aus sozial schwachen Familien werden mit Schulgeld unterstützt, ebenso werden Bauvorhaben, Maschinen und Werkzeug finanziert. 
Zur Zeit werden dort auch 45 Behinderte, darunter 15 Taubstumme ausgebildet. Außerdem bekommen 50 junge Flüchtlinge aus dem Südsudan eine Ausbildung als Anlernkräfte.

Helene Dingler ist in ständiger Verbindung mit den Comboni-Missionaren vor Ort und be­sucht regelmäßig die Stationen in Nord-Uganda. 

Die Geldspenden werden vor allem immer da eingesetzt, wo es am Notwendigsten ist. Nachdem Uganda 1,7 Mio. Flüchtlinge aus dem Südsudan und dem Kongo aufgenommen hat, sind die Preise für Nahrungsmittel enorm gestiegen. Dazu kommen auch Ernteausfälle durch Trockenheit.  

23 Jahre Uganda-Hilfe an verschiedenen Stationen Nord-Ugandas und Südsudan

P. Josef Gerner
Landrover, Mitfinanzierung von Kirchenbau und Renovierung sowie von verschiedenen Schulen, Schulgelder, Lehrergehälter, Neubau Mädchen-schlafsaal, Finanzielle Hilfe für Eingliederung und Unterkunft für ehemalige Kindersoldaten/innen, ca. 400 Stockbetten und Schulmöbel für verschiedene Schulen, Zäune um Schulen, ca. 80 Ochsengespanne und –pflüge, Brunnenbau, Nahrungs-mittelhilfe, viele Hilfspakete mit dem Nötigsten für Waisen, Behinderte und Kriegsopfer. 
 
St. Josephs Hospital Kitgum 
Unterkunftshaus für Frauen vor der Entbindung, Mithilfe beim Neubau Schwestern- und Hebammenschule, Dummy für Hebammenschule, Ultra-Schallgerät, Mikroskop, viele Pakete mit Verbandstoffen, Medikamente, Mithilfe beim Bau der Schwestern- und Hebammenschule.
 
Br. Elio Croce - Lacorhospital und Waisenhaus St. Jude Gulu 
Waisenhaus Villa Cornelia, Endoskop für Kinder (Fa. Storz), Studiengebühren für Medizinstudent (Fam. Kost), Wasserpumpe, Hilfspakete für Waisen.
  
Br. Günther Nährich - St. Kizito Hospital Matany 
Röntgengerät (Bundeswehr), Deckel für Wassersammelbecken, Notfallaggregate (Bonz), Unimog, Lastwagen (Öfele), finanzielle Unterstützung für Nahrungsmittelhilfe für Kinderstation.
 
Br. Konrad Tremmel – Handwerkerschule Gulu 
Neue Metallwerkstatt (Margarete-Müller-Bull-Stiftung), Reifenauswuchtungsgerät mit Kompressor, Brikettiermaschine, Maschinen von der Seelsorgeeinheit Lonetal, verschiedenes Werkzeug und Ersatzteile, Ausbildungshilfe (Sternsinger Oberkochen), finanzielle Unterstützung zur Ausbildung und Gründung von Kleinbetrieben für ehemalige Kindersoldaten/innen und Waisen, Finanzierung eines Unterkunfts- und Studienhaus mit Unterstützung von Daimler ProCent
 
Sr. Hellen Akumu
Schlafsaal in Apac für 260 Gehörlose (viele Waisen) – mit Sternsinger finanziert.
Im Health-Center in Sr. Maurice Gulu Solaranlage, Hilfsgüter mit dem Nötigsten (Waisen)
Im Health-Center mit Entbindungsheim St. Jude Karungu: Solaranlage, Entbindungsbetten, Rollstühle, Medizinische Geräte, Matratzen, Hilfspakete mit dem Nötigsten, Schulgeld für Waisen, Staffhouse (gespendet Öfele), Wasserversorgungsprojekt (Margarete-Müller-Bull-Stiftung), Ambulanzfahrzeug
 
Sr. Florence Chandia, Arua – Krankenstation mit Entbindungsheim 
Mikroskop (ZEISS), Kleine Solaranlage für Krankenstation, große Solaranlage für Entbindungsheim und Schwesternhaus mit Kühlschrank für Medikamente, Hilfspakete mit dem Nötigsten.
 
Sr. Josefine Akera - Girlsschule Kalongo
Speisehausrenovierung und neues Dach (unsere Hilfe zählt), neues Küchenhaus (Kost), Fenster für Mädchenschlafsaal, Hilfspakete mit dem Nötigsten, Renovierung des maroden Verwaltungsgebäudes.
   
Br. Bernhard Hengl - Südsudan 
Finanzielle Unterstützung zum Kauf von Nahrungsmitteln für Hilfstransporte zu den Menschen in den Sumpfgebieten, Generatoren, Kompressor, große Hilti, verschiedenes Werkzeug.

Jahresbrief 2019/2020

Liebe Freunde, Helfer und Spender,
das alte Jahr ist zu Ende, ein neues beginnt. Was es bringt – wir wissen es nicht. Wir können nur hoffen und wünschen, dass es ein gutes Jahr für uns hier und für unsere Mitarbeiter in Uganda wird. Im nächsten Jahr sind dort wieder Wahlen. Der Präsident, der schon 30 Jahre an der Regierung ist, denkt nicht ans Abdanken. Und nach jeder Wahl ist die Staatskasse leer und die Nahrungsmittelpreise steigen enorm. Ein Kilo Zucker kostet mehr wie bei uns und ein Arbeiter verdient im Monat ca. 80 Euro, sofern er einen Job hat. Viele Familien leben in Armut. Oft ist kein Schulgeld da, dazu kommen Ernteausfälle durch den Klimawandel. In diesem Jahr vor allem durch lang anhaltende starke Regenfälle in ganz Ostafrika. Und im Land sind immer noch anderthalb Millionen Flüchtlinge. Für unsere Mitarbeiter vor Ort eine große Herausforderung.


Doch Dank Eurer Unterstützung konnte auf den verschiedenen Stationen viel verbessert werden.


Für viele Waisen und Kinder aus sozial schwachen Familien, besonders Mädchen, die wenig Chancen auf einen Schulbesuch haben, hat P. Gerner in Opit Schulgebühren aus Spendengeldern bereit gestellt. Die Dächer der Schulgebäude, die bei einem orkanartigen Sturm total beschädigt und z.T. ganz weg waren, wurden repariert und neu gedeckt. Medizinische Hilfe (aufwendige Augen-OP eines Krankenpflegers etc.), Hungerhilfe – viele sozial Schwache, Behinderte, Alte, Kranke suchen Hilfe auf der Missionsstation. Trotz seiner 84 Jahre ist P. Gerner noch täglich im Einsatz. Er ist dankbar für die gute finanzielle Unterstützung aus der Heimat und hofft auch weiterhin auf Hilfe für seine vielfältigen Aufgaben in der Missionsstation.


Mit Spendengeldern konnten wir auch bei Br. Konrad Tremmel in der Handwerkerschule Bauprojekte unterstüt-zen (Klassenzimmer und ein Labor) und für einige Waisen eine Ausbildung finanzieren. Sie alle haben hinterher in ihrem Heimatland eine gute Zukunft. Br. Konrad schreibt: Zuerst herzlichen Dank für Eure unermüdliche und langjährliche Unterstützung auch im Namen unserer Handwerkerschule. Durch Euren Beitrag ist es uns gelungen, vielen traumatisierten Men-schen ein besseres menschenwürdigeres Leben zu vermitteln. Die berufliche Ausbildung in unserer Handwerkerschule hat in der Zwischenzeit eine weitere wichtige Ausbildungsphase erreicht. Vor 5 Monaten haben letztendlich auch die langersehnten Diplomakurse für 75 Schulabgänger begonnen. Hier werden nun die zukünftigen Ausbilder und Lehrer ausgebildet, die anschlie-ßend in Hochschulen, Universitäten und auch an unseren Schulen unterrichten werden. Unser Schulzentrum be-schäftigt mittlerweile 150 Angestellte und 250 Azubis. Somit sind wir in der nördlichen Region Ugandas einer der größten Arbeitgeber mit einem guten Ruf. 70 % der arbeitsfähigen Bevölkerung hat keine Berufsausbildung und deshalb ist unsere technische Einrichtung notwendig und unverzichtbar. Ich wünsche Euch ein gesundes Neues Jahr 2020.

Mit einem herzlichen Gruß
Br. Konrad Tremmel


Für die St. Bakhita Primar-Schule konnten unsere Schüler/innen der Georg-Elser-Schule mit ihren Sponsorenläu-fen wieder viel bewegen. Von den erlaufenen Geldern wurden das ganze Jahr über Nahrungsmittel für ca. 60 Waisen, die die Schulleiterin privat aufgenommen hat, gekauft.
In der Mädchenschule Kalongo bei Sr. Josephine Akera wurden die maroden Klassenzimmer renoviert und Pa-kete mit dem Nötigsten für die ca. 260 Waisen, Halbwaisen und Kinder aus sozial schwachen Familien geschickt.


Für das St. Josephs Hospital wurden Spendengelder zum Weiterbau der Schwestern- und Hebammenschule überwiesen. Der Bau geht jedoch sehr langsam voran, da so gut wie keine anderen Geldgeber vorhanden sind. Z. Zt. werden Fenster und Türen eingebaut. Neben der Inneneinrichtung muss auch noch ein kleines Waschhaus finanziert werden.
Im Health-Center St. Jude Karungu / Bweyale bei Sr. Hellen Akumu konnten wir wieder aus Spendengeldern die Gehälter der Angestellten finanzieren. Für Hellens Mitarbeiter Fredrick, der in den umliegenden Schulen Fußball trainiert, haben wir viele Trikots und Bälle geschickt.


Für Br. Bernhard Hengl im Südsudan konnten Spendengelder zum Kauf von Nahrungsmitteln für die hungrigen Menschen im Kriegsgebiet bereitgestellt werden.
Br. Bernhard schreibt:

„Liebe Freunde in der Heimat, Eure Spenden haben in all den letzten Jahren Großes bewirkt. Obwohl schon seit Wochen die Trockenzeit hätte einsetzen sollen, regnet es immer noch. Immer noch sind ganze Gebiete überschwemmt. Zehntausende von Menschen auf der Flucht vor dem Wasser. Die Hütten haben sich im Wasser aufgelöst und wurden weggeschwemmt, die Ernte vernichtet. Das Wenige, das sie noch hatten, ist nun auch weg.
Die Anforderungen sind riesig, so dass ich es einfach oft nicht schaffe. Es ist schwierig, große Mengen Nahrungsmittel zu beschaffen – manchmal weiß ich nicht, woher ich sie bekommen kann – um sie zu den Menschen, die im Busch und in den Sümpfen leben und die keine Hilfsorganisa-tion erreicht, zu bringen. Meist sitze ich 7 Tage die Woche bis tief in die Nacht am Schreibtisch. Aber ich mache dies gerne, gibt es mir doch die Möglichkeit, mit und unter den Menschen zu leben, die gezwungen sind, Unendliches zu erleiden, die sich als Ausgestoßene der Gesellschaft erleben, keine Hoffnung mehr haben. Mütter, Groß-mütter, die weinen vor Rührung, dass es Menschen gibt, sogar in weiter Entfernung, denen ihr Leid nicht egal ist. Ihr seid diese Menschen und ich danke Euch von ganzem Herzen. Gottes Schutz und Gesundheit im neuen Jahr.
Euer Br. Bernhard“


An alle Stationen wurden immer wieder Pakete mit dem Allernötigsten geschickt. Soweit unsere Hilfe 2019 und noch ein Überblick zur Beschaffung der Gelder:
Neben den eingegangenen Spenden (!!!) haben wir mit unseren Aktionen einiges an Geldern fürs Spendenkonto erwirtschaftet. Wir hatten gute Märkte und Basare mit Naturfloristik, Genähtes, Gestricktes, Getöpfertes usw. Dazu gab es Dia-Vorträge, Frauenfrühstücke und Schülerläufe. Die Termine zu unseren Veranstaltungen finden Sie immer auf unserer Homepage oder auf der Homepage der Katholischen Kirchengemeinde Königsbronn.


Für das Jahr 2020 wünschen wir Euch Gesundheit, Zuversicht und Frieden für jeden Tag.
Ihre Helene Dingler und ihr Team

Spendenkonto

Wenn Sie unser Projekt unterstützen möchten:
Kath. Kirchengemeinde
Konto Nr. 341 100 20, Heidenheimer Volksbank
BLZ 632 901 10
IBAN: DE34 6329 0110 0034 1100 20
BIC: GENODES1HDH

Aktion "Unsre Hilfe zählt"

Bei der Aktion der Heidenheimer Zeitung "Unsere Hilfe zählt" sind wir mit 3 Projekten dabei:

- Waisen und ehemalige Kindersoldaten in Uganda
   brauchen Berufsausbildung (Handwerkerschule Gulu)

- Neubau Schwestern- und Hebammenschule
  St. Josephshospital Kitgum

- Südsudan: Hilfe aus Königsbronn für Bruder Bernhard

Mehr unter http://www.unsere-hilfe-zaehlt.de/