Zu Jesus beten?

„Zu Jesus beten? Prüfstein unserer christlichen Identität“ - mit Pfarrerin Dr. Inken Rühle

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In vielen öffentlichen Gottesdiensten geschieht es ebenso selbstverständlich wie im persönlichen Gespräch mit Gott: Menschen wenden sich im Gebet an Jesus. Diese Gebetspraxis hat in der christlichen Kirche eine lange Tradition. Nur, ist sie darum auch schon richtig? Lässt sie sich vereinbaren mit dem biblischen Bekenntnis zu dem Einen Gott – dem Gott Israels und Vater Jesu Christi? Jesus selbst, danach gefragt, wie wir beten sollen, verwies seine Jünger jedenfalls nicht an sich, sondern an unseren gemeinsamen Vater im Himmel (Lk 11,1f) als Adressat christlichen Gebets. Die Frage, zu wem wir beten, führt daher ins Zentrum unserer christlichen Identität. Im christlich-jüdischen Dialog gilt das umso mehr: denn wenn Christen sich dafür entscheiden, statt mit Jesus lieber zu Jesus zu beten, entscheiden sie sich damit auch für einen bleibenden jüdischchristlichen Gegensatz. Wollen wir das? In dem Seminar lesen wir gemeinsam Texte aus der christlichen Tradition, um die frühchristliche Gebetspraxis kennen zu lernen und Entwicklungen innerhalb der Kirche besser zu verstehen. Aber auch jüdische Stimmen und Einwände gegen christliche Gebetspraxis aus Talmud und Midrasch kommen zu Wort, um unser Problembewusstsein zu schärfen.

ORT

Kath. Dekanatshaus Heidenheim Schnaitheimer Str. 19 /89520 Heidenheim

ZEIT

Samstag, 14. Oktober 2017, 9:30 Uhr – 16:30 Uhr

ANMELDUNG

Tel: 07321 9315 50 / Fax: 07321 9315 59 info@keb-heidenheim.de

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